Presse zur Vorankündigung

Auf Spurensuche mit zwei Seelenschwestern

Foto Vroni Vogel

Erding – „Zusammen unterwegs – vom Suchen und Finden“: Unter diesem Titel steht die Ausstellung von Sabine Penzenstadler und Michaela Dreier im Erdinger Frauenkircherl. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm. Die Vernissage findet am morgigen Mittwoch um 19 Uhr zur Gitarrenmusik von Peter Hackel statt. Hier kann man mit den Künstlerinnen ins Gespräch kommen.

Penzenstadler und Dreier sind seit 20 Jahren befreundet und haben zusammen schon viele Reisen unternommen. Dabei ließen sich die Frauen auf die Umgebung ein und sich zu Arbeiten mit ganz unterschiedlichen Materialien und Motiven inspirieren.

Ob zeichnerische Momentaufnahmen, Fundstücke, die in die Werke eingebaut wurden, oder Fotografien, die mit digitalen Zeichnungen versehen wurden: Die verwendeten Techniken sind vielfältig und spiegeln die Landschaft, die von den Reisenden aus individuellen Blickwinkeln erkundet worden ist.

„Spüren, wie der Ort sich anfühlt“ und mit ihm in Dialog treten – das ist die Basis vieler Bilder, sagt Penzenstadler. So verarbeitete sie etwa schwarzen Sand aus Lanzerote. Eine Finca auf Mallorca, in der die Frauen wohnen durften, gestalteten sie auf Wunsch des Besitzers mit kreativen Wandmalereien.

Skizzierte Momentaufnahmen und der Wunsch, mit dem zu arbeiten, was gerade zur Hand ist, sind in die Werke eingeflossen. Auch die Übermalung alter Bilder gehört dazu, wobei die Schichten zur Zeitspur und zum verborgenen Fundament der neuen Arbeit geworden sind.

„Wir arbeiten beide sehr experimentell und ortsbezogen“, erzählt Penzenstadler, die in der Gemeinde Moosinning lebt und in Erding ihr Atelier hat. Michaela Dreier stammt aus dem Chiemgau. Beide arbeiten als Kunsttherapeutinnen, besuchen zusammen Ausstellungen und tauschen sich bei Atelierbesuchen aus. „Wir zeichnen leidenschaftlich gern und teilen die Leidenschaft der Fotografie“, sagt Penzenstadler und meint weiter: „Wir haben uns als Seelenschwestern gefunden.“

Schon 2010 stellten sie in Erding ihre Werke gemeinsam aus, jetzt ist es wieder soweit. Wer das Frauenkircherl besucht, ist dazu eingeladen, unterwegs zu sein, denn: „Die Ausstellung ist auch eine Art Reise“, sagt die Moosinninger Künstlerin.

Die Schau im Frauenkircherl ist von Donnerstag, 23. August, bis Dienstag, 28. August, täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. vroni vogel

Rahmenprogramm

Die Schau von Sabine Penzenstadler und Michaela Dreier umfasst ein buntes Rahmenprogramm. Zu Collagen-Geschichten kann man sich am Freitag, 24. August, von 17 bis 19 Uhr inspirieren lassen. Die beiden Künstlerinnen bauen dazu einen Werktisch auf, die Besucher können ihre eigene Collage gestalten. Auch die Musik spielt eine wichtige Rolle. Im Rahmen seiner Fünf-Kapellen-Tournee ist Gitarrist Peter Hackel im Landkreis unterwegs und gibt am Samstag, 25. August, um 19 Uhr ein Konzert im Frauenkircherl. Eine Matinee mit Künstlergespräch bildet den Abschluss am Sonntag, 26. August, von 11 bis 13 Uhr. Eingeladen sind Kunstschaffende aus allen Bereichen, Lebenskünstler und Kunstinteressierte.

Quellenangabe: Erdinger Anzeiger vom 21.08.2018, Seite 31

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Ausstellung Sabine Penzenstadler und Michaela Dreier

Einladung

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BIN unterwegs auf Pilgerwegen

Tui-Santiago im Juni 2017

“Mein Fuß spricht mit den Steinen, die er betritt”, sagt die Blinde bei Rainer Maria Rilke.
Achtsames Gehen geschieht auf dem Jakobsweg.
Von 8.-17. Juni 2017 bin ich mit Nikolaus Hintermaier und einer Pilgergruppe aus dem Landkreis Erding auf dem Caminho Portugues von Tui nach Santiago de Compostela unterwegs gewesen.
Impressionen – Düfte
Mit allen Sinnen begehen wir diesen Weg. Die Füße spüren, wie sie sich auf dem unterschiedlichen Untergrund bewegen, die Geräusche der Umgebung wahrnehmen, ob es Vogelgezwitscher, Zirpen der Grillen, Rascheln der Blätter in den Bäumen, Musik oder Verkehrslärm ist. Die Gerüche von Wald, Wiesen, Tieren und der Geschmack unvertrauter Speisen, die probiert werden wollen. Schließlich unser Hauptsinn, das Sehen.
Im langsamen Gehen ist Zeit für das Betrachten der Natur am Weg, der reizvollen Landschaften, alter Kirchen oder wo das Auge sonst noch hängenbleibt.
Bereichert wird der Weg im Außen durch Begegnungen, innerhalb der Gruppe, mit anderen Pilgern auf dem Jakobsweg und den Menschen, die dort wohnen und uns freundlich “Buen Camino” wünschen. Im Inneren tauchen Herzensfotos auf, die in Glücksmomenten gemacht werden, unsere Freude oder auch Ängste, manchmal das Erfahren von Grenzen.
Am Ende dieser Woche steht das erschöpfte und glückliche Ankommen in Santiago de Compostela, dem Ziel unserer Pilgerreise. Sonne, Hitze, aber auch Regen haben uns begleitet, gute Texte und Impulse für Zeiten der Stille. Blasenpflaster, geteilte Kekse und Clara con Lemon.
Weg und Ziel – Ankommen
Mit dem Bus geht es schließlich noch bis ans Ende der Welt, Finisterre. Welch eine Freude, dass ich auch dort nochmal sein darf. Von den Felsen in die Weite des Ozeans schauen, ein Gefühl von Ewigkeit. Ganz im Augenblick, in der Gegenwart sein, bereit für alles, was auch immer danach kommt.
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